Schauen und staunen ~ mit Stift und Kamera sehen ~ in das Spiel des Lebens hinein, aus ihm heraus, aus ihm herein ~ Worte, Bilder geschehen ~ mal ernst, mal leicht ~ Momentaufnahmen, die erzählen ~ von Schönem, Wunderlichem, Flüchtigem.
Seiten
Freitag, 29. März 2019
Mittwoch, 13. März 2019
Ohne mich?
Das Leben ist einfach
wenn ich nicht dabei bin.
In zwei Lesarten:
Das Leben ist einfach und
das Leben ist einfach
(und ist nicht – es erschafft und zerstört sich mit jedem Atemzug).
Bin ich scheinbar da, komplizieren sich die Dinge
verengen sich bis zur (gedanklichen) Unerträglichkeit
und jede Kosmetik ist letztlich zum Scheitern verurteilt.
Und doch ist da kein echter Unterschied
Ich und Ichlosigkeit sind eins
sind das Leben in Aktion
das Eine als Zwei
nur das ist.
Gott schuf die Welt
und er sah, dass es gut war.
Das Leben erschafft sich stets neu
und es ist (nicht).
Wie sollte es auch anders sein?
wenn ich nicht dabei bin.
In zwei Lesarten:
Das Leben ist einfach und
das Leben ist einfach
(und ist nicht – es erschafft und zerstört sich mit jedem Atemzug).
Bin ich scheinbar da, komplizieren sich die Dinge
verengen sich bis zur (gedanklichen) Unerträglichkeit
und jede Kosmetik ist letztlich zum Scheitern verurteilt.
Und doch ist da kein echter Unterschied
Ich und Ichlosigkeit sind eins
sind das Leben in Aktion
das Eine als Zwei
nur das ist.
Gott schuf die Welt
und er sah, dass es gut war.
Das Leben erschafft sich stets neu
und es ist (nicht).
Wie sollte es auch anders sein?
Freitag, 1. März 2019
Farben
| Ich mag es, dass es so unendlich viele Farbtöne gibt auf der Welt. Dass die Frage auftaucht, welches Wort wohl für diesen passen würde (Salbei?). Und dass es egal ist. Schön ist's einfach. |
Montag, 11. Februar 2019
Alles ist rund
„Die nächsten Tempel bringen die nächsten Rätsel. Zwei Fenster öffnen sich im Genko-an zu dem pittoresken Garten, in dessen Mitte ein Ahornbaum seine Blätter fallen lässt. Das eine ist kreisrund und heißt ‚Fenster der Erleuchtung‘. Das andere ist rechteckig und heißt ‚Fenster der Verwirrung‘. Vor dem runden sitzen die Japaner und machen Selfies. Ich hocke allein vor dem Fenster der Verwirrung und versuche vergeblich, den Unterschied zum Ausblick aus dem benachbarten Bullauge zu erkennen.“
(Kalle Harberg in einem Text über Kyoto in der Zeitschrift MERIAN Japan)
(Kalle Harberg in einem Text über Kyoto in der Zeitschrift MERIAN Japan)
😄
That’s it! Kein wirklicher Unterschied. Keine Erleuchtung und keine Verwirrung. Da ist einfach das, was auf der Bildfläche erscheint, sei es rund oder eckig oder wie auch immer eingefasst. Einzig die Annahme eines Rahmens oder einer bestimmten Rahmenform ist, was dieses „Erkennen“ zu verhindern scheint. Wenn die Vorstellung von Erleuchtung verschwindet, verstellt sie scheinbar nicht länger den Weg – übrig bleibt „Erleuchtung“ oder Freiheit. Einfach das, was eben erscheint, längst frei, längst „erleuchtet“, immer im „Spotlight“. So oder so, es ist alles, und alles ist es – das eine Lebensspiel.
Montag, 28. Januar 2019
Dienstag, 22. Januar 2019
Szenen
Vor dem Café, in dem ich sitze, hängt ein Zigarettenautomat. Ein junger Mann in Jogginghose kämpft mit ihm, das Geldstück scheint durchzufallen, er reibt es an einer Stelle aus Metall, wieder und wieder, murmelt etwas zu dem Automaten, scheint genervt. Schließlich gibt er auf und eilt davon.
Die Schürze der Kellnerin wird am Rücken mit einem x-förmigen Lederriemen zusammengehalten. Es sieht aus wie ein Halfter.
Der Mann am Nebentisch, der ohne Pause telefoniert und textet, spricht eine Sprache, die fremd für mich klingt. Vielleicht ist es Hebräisch.
Im Haus gegenüber öffnet sich ein Fenster. Eine Frau in Putzmontur schüttelt einen Badvorleger aus.
Auf der kleinen Glaskanne, in der mein Kaffee war, steht als Maßangabe „approx 500“. Wie sympathisch, diese hingenommene Unschärfe.
Die vorbeifahrende Straßenbahn preist Faceliftings, Faltentherapien, Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen an. Es folgt eine Bahn ganz ohne Werbeaufdruck.
Eine kleine Plastiktüte weht über die Straße.
Auf einem Gehweg stehen zwei Mädchen vor einem dieser schäbigen Kaugummi- und Flummiautomaten. Er wirkt wie aus der Zeit gefallen, doch es gibt ihn offensichtlich noch, und er wird sogar genutzt.
Ein vorbeifliegender Taubenschwarm wirft einen Schatten auf eine Hauswand.
Ein Mann auf einem Fahrrad wirft mir eine Kusshand zu. Ich lache und deute innerlich eine Verbeugung an.
Diese kleinen alltäglichen Szenen (und die endlosen Geschichtchen, die sich darum spinnen lassen) – wie fein, bezaubernd, lebendig sie sind! Wir brauchen uns nicht zu bewegen, wir sind die Welt. Alles fällt vom Himmel, uns in den Schoß.
Die Schürze der Kellnerin wird am Rücken mit einem x-förmigen Lederriemen zusammengehalten. Es sieht aus wie ein Halfter.
Der Mann am Nebentisch, der ohne Pause telefoniert und textet, spricht eine Sprache, die fremd für mich klingt. Vielleicht ist es Hebräisch.
Im Haus gegenüber öffnet sich ein Fenster. Eine Frau in Putzmontur schüttelt einen Badvorleger aus.
Auf der kleinen Glaskanne, in der mein Kaffee war, steht als Maßangabe „approx 500“. Wie sympathisch, diese hingenommene Unschärfe.
Die vorbeifahrende Straßenbahn preist Faceliftings, Faltentherapien, Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen an. Es folgt eine Bahn ganz ohne Werbeaufdruck.
Eine kleine Plastiktüte weht über die Straße.
Auf einem Gehweg stehen zwei Mädchen vor einem dieser schäbigen Kaugummi- und Flummiautomaten. Er wirkt wie aus der Zeit gefallen, doch es gibt ihn offensichtlich noch, und er wird sogar genutzt.
Ein vorbeifliegender Taubenschwarm wirft einen Schatten auf eine Hauswand.
Ein Mann auf einem Fahrrad wirft mir eine Kusshand zu. Ich lache und deute innerlich eine Verbeugung an.
Diese kleinen alltäglichen Szenen (und die endlosen Geschichtchen, die sich darum spinnen lassen) – wie fein, bezaubernd, lebendig sie sind! Wir brauchen uns nicht zu bewegen, wir sind die Welt. Alles fällt vom Himmel, uns in den Schoß.
Mittwoch, 16. Januar 2019
Morgenmusik 🐦
Heute Morgen: Eine Kohlmeise ruft schon mal den
Frühling herbei. Jedenfalls klingt es für mich immer so, dieses charakteristische Tütü-tütü-tütü-tütü,
das jetzt, mitten im Winter, manchmal schon zu hören ist.
Dienstag, 1. Januar 2019
Frohes neues Jahr
![]() |
| Pixabay, Creative Commons ... danke ♡ |
„Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen.
Du wirst es erkennen
an seinem Ernste.“
(aus einem Gedicht von R. M. Rilke)
Deshalb und sowieso und überhaupt:
Drei Wörterwünsche & ein schönes Leben 2019!
Debonair: lässig-elegant, höflich, sorglos, gefällig
Frivol: leichtfertig, bedenkenlos
Naiv: kindlich-unbefangen, arglos,
in vollem Einklang mit Natur und Wirklichkeit stehend
Naiv: kindlich-unbefangen, arglos,
in vollem Einklang mit Natur und Wirklichkeit stehend
Donnerstag, 27. Dezember 2018
Montag, 24. Dezember 2018
Frohe Weihnachten
!
!!!
!!!!!!
!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!
Wieder einmal stille Nacht
die heiligen Tage
an der Zahl
365.
!!!
!!!!!!
!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!
Wieder einmal stille Nacht
die heiligen Tage
an der Zahl
365.
Dienstag, 18. Dezember 2018
Leben ❤
Ich bin kein Parcours
den es fehlerfrei zu absolvieren gilt
ich bin keine Linie, der zu folgen wäre
um anzukommen bei so etwas wie einem Ziel
bin auch kein Kreis der ewigen Wiederkehr
ich bin einfach der Fall
der freie Fall.
.
.
.
Ich bin das Leben und der Tod und alles und nichts
ein offenes Geheimnis, ein pures Geschehen
den es fehlerfrei zu absolvieren gilt
ich bin keine Linie, der zu folgen wäre
um anzukommen bei so etwas wie einem Ziel
bin auch kein Kreis der ewigen Wiederkehr
ich bin einfach der Fall
der freie Fall.
.
.
.
Ich bin das Leben und der Tod und alles und nichts
ein offenes Geheimnis, ein pures Geschehen
einfach ein buntes Spiel der Bilder.
alles inklusive
wow.
Lebensspiel
I’m a play
pretending to be a game
woohoo :).
![]() |
| Danke für den Creative-Commons-Bilderschatz auf Pixabay. |
Dienstag, 4. Dezember 2018
Zu Bett :)
Irgendwo las ich, dass herausgefunden (und wissenschaftlich „legitimiert“?) wurde, dass 8 Stunden Schlaf pro Nacht zu wenig sind. Oh ja ...
Und man bedenke, was sich hier für Kosteneinsparungen und Wachstumschancen ergäben! An Entspannung, Entschleunigung, Gesundheit, Konzentration, Kreativität, Ruhe, Zufriedenheit, Freude, Frieden, ... Und welche Schonung von Ressourcen wäre das, wenn die Menschen mehr schliefen bzw. im Bett blieben. 10 Stunden mindestens, vielleicht besser 12, und all unsere Probleme wären gelöst.
Da fallen mir die Bed-ins von John Lennon und Yoko Ono ein. In dem Artikel ist von „Friedensarbeit“ die Rede. Wie seltsam, als wären für Frieden besondere Anstrengungen nötig. Muss man dafür nicht einfach gewisse andere Dinge sein lassen? Ich finde, das Wort sollte in der Versenkung verschwinden und die Lohn-, die Beziehungs- und die Trauerarbeit, die Arbeit an sich selbst und den Blow Job gleich mitnehmen.
Und man bedenke, was sich hier für Kosteneinsparungen und Wachstumschancen ergäben! An Entspannung, Entschleunigung, Gesundheit, Konzentration, Kreativität, Ruhe, Zufriedenheit, Freude, Frieden, ... Und welche Schonung von Ressourcen wäre das, wenn die Menschen mehr schliefen bzw. im Bett blieben. 10 Stunden mindestens, vielleicht besser 12, und all unsere Probleme wären gelöst.
Da fallen mir die Bed-ins von John Lennon und Yoko Ono ein. In dem Artikel ist von „Friedensarbeit“ die Rede. Wie seltsam, als wären für Frieden besondere Anstrengungen nötig. Muss man dafür nicht einfach gewisse andere Dinge sein lassen? Ich finde, das Wort sollte in der Versenkung verschwinden und die Lohn-, die Beziehungs- und die Trauerarbeit, die Arbeit an sich selbst und den Blow Job gleich mitnehmen.
Fulltimejob
Und, was machst du so?
Ich bin da und bestaune die Welt
unendlich viel Arbeit
sag ich dir.
Ich bin da und bestaune die Welt
unendlich viel Arbeit
sag ich dir.
Sonntag, 2. Dezember 2018
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