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Sonntag, 1. Januar 2023

A new year ✴

This being human is a guest house.
Every morning a new arrival.

A joy, a depression, a meanness,
some momentary awareness comes
as an unexpected visitor.

Welcome and entertain them all!
Even if they’re a crowd of sorrows,
who violently sweep your house
empty of its furniture,
still, treat each guest honorably.
He may be clearing you out
for some new delight.

The dark thought, the shame, the malice,
meet them at the door laughing,
and invite them in.

Be grateful for whoever comes,
because each has been sent
as a guide from beyond.

(Rumi)

Freitag, 16. Dezember 2022

16th December 2022

Let me ...
 
... be a feather
Strong, with purpose.
Yet light at heart
Able to bend.
And, tho I might
Become frayed.
Able to pull myself
Together again.
 
(Anita Sams, Daniela Grünwald,
Photodarium)

Sonntag, 26. Juni 2022

Sometimes I feel I'm gonna break down and cry
Nowhere to go, nothin
' to do with my time
I get lonely, so lonely
Livin
' on my own

...

I get so lonely lonely lonely lonely yeah
Got to be some good times ahead

(Freddy Mercury, Living on my own)

Sonntag, 8. Mai 2022

Let me show you …

… how beautiful you are
said the light to the shadow.

Mittwoch, 16. März 2022

Sonntag, 30. Januar 2022

Loslassen

Wie schön, wie okay, wie frei, wie einfach-so-seiend es ist, nicht immer loslassen zu können oder zu müssen. Heute bekam ich eine Bestellung über ein gebrauchtes Buch, es ist die dritte innerhalb weniger Monate, bei der ich feststelle, dass ich das Buch doch nicht hergeben kann. Die erste Bestellung habe ich storniert mit der kleinen Notlüge, ich hätte das Buch nicht mehr. Bei der zweiten habe ich ganz ehrlich geschrieben, dass und warum ich ihm das Buch leider nicht verkaufen kann (und eine sehr nette und verständnisvolle Antwort bekommen; wie schön, dass sich so diese kleine Begegnung ergab). Jetzt werde ich der Bestellung nachkommen, aber mir das Buch wieder zulegen. Putzig, wie es gehen kann ... Aber was soll ich machen, ich brauche diese Bücher, ich mag sie hierhaben. Eins passt farblich zu gut in mein Bad, ein anderes entführt mich in wunderschöne Buchhandlungen in Europa (was für ein Geschenk in der aktuellen Zeit), und das dritte heißt Hurry up and wait, hat einen zitronengelben Leineneinband mit einer farbenfrohen aufgeklebten Zeichnung und eingelassenen Buchstaben, über die es sich so schön mit dem Finger fahren lässt, und stand bis eben dekorativ (und wahrscheinlich auch symbolisch und prophezeiend) auf einem schwarzen Stuhl in meinem Wohnzimmer. Nein, es geht nicht, sie müssen alle bleiben. 

“When I was a kid my father would say if you get lost, don’t look for me. Stay there. Stay there and I will find you.” 

I didnt even know I was waiting. I thought I was just here.”

Tell me exactly why I should go. I mean, stay. Tell me that. 

(Maira Kalman & Daniel Handler, Hurry up and wait)

Pears & life

“Forward momentum is great. But we also need sideways momentum. For instance, I just sat down and ate a pear. I have no idea what the future holds but I am very grateful that I am alive and able to sit on a sofa and eat a pear.” (Matt Haig, The Comfort Book)

And I am very grateful that I found your books, my friend in spirit. I love sideways momentum, and I don’t enjoy it as much as I used to, I’m not especially grateful that I am alive at the moment, and I am grateful for not thinking this should be otherwise. Grey is also a beautiful color, someone said to me recently. He’s right, and I want the more colorful colors back. (I like to imagine that Im temporarily out of order for maintenance, and a fresh paint is what they do at the end of the repair.) I don’t know what the future holds either, but I hope that I literally fall in love again, that lightheartedness and joy and awe come to the forefront again. Here I am, dearly at your disposal, my beloveds, whenever it pleases you. I need you like the air to breathe. (Longing and neediness are also beautiful feelings. And I’ve found them to be incredibly sweet and harmless when I feel like a baby: It’s totally vulnerable and needy but naturally surrendered, without the idea that its needs might not be fulfilled or that it needs to struggle or compromise for it. I feel its the same for adult babies if we dont believe and act otherwise, and still then ...) And I hope that I will be able to sincerely enjoy just sitting there and eating a pear again. Which reminds me of a painting, which leads me to going to the shelf and take out a booklet about still lifes called Die Magie der Dinge. There we go ...

Sonntag, 12. Dezember 2021

Very Peri 2022


The Pantone Color of the Year 2022 is Very Peri.
Whatever that means, it sounds good to me. 

And oh, how much I love the qualities of it:
a carefree confidence and daring curiosity,
the faithfulness and constancy (of blue),
the energy and excitement (of red),
an empowering mix of newness,
and a spritely, joyous attitude.

Yes, please, I gladly accept.

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Pantone Color of the Year 2022 / Introduction | Pantone

Freitag, 3. Dezember 2021

Momentnotizen

„Heißa, du lustiger Kieselstein!“ (3. Dezember im Leo-Wörterbuch-Adventskalender) Oh, mein Gott, ja, man sagt viel zu selten „heißa!“ Und „famos!“ und „fabelhaft!“ und „märchenhaft!“ und „himmlisch!“

Der erste Morgen im Winter mit Raureif auf den Dächern und Wiesen. Dazu Sonne und Himmelhellblau und Lebensliebe.

Es ist Dezember, und, anders als in meinem vorherigen Zuhause, scheint die Sonne in mein Wohnzimmer, weil das Haus weiter oben im Dorf liegt. Heißa! :)

Paradies: der Güte des Lebens schutzlos ausgeliefert sein.

Die Betrachtungen über Faulheit von Thaddäus Troll im Büchlein Immer mit der Ruhe! Heitere Geschichten. Ja, ja und nochmals ja :). In einem Umzugskarton ein ganzes Buch von ihm haben. Vielleicht werde ich fleißig genug sein, um es zu suchen und darin zu lesen.

Seit einiger Zeit habe ich auch ein Smartphone, nachdem ich es ewig auf dem Zettel hatte. Wie einfach und schnell dann alles ging, auch das Inbetriebnehmen und Benutzen. Love it. Und was für einen Spaß viele Funktionen machen. Wie oft habe ich abends schon die Sternschnuppen in der Wetter-App betrachtet, wenn der Himmel in den Städten klar ist. Oder gestaunt über die hohen Temperaturen in italienischen Städten (die angezeigt werden, weil das Handy so eingestellt war und ich es nicht geändert habe). Heute habe ich herausgefunden, dass ich das iPhone schütteln muss, um eine Eingabe rückgängig zu machen. Wie putzig ist das denn!? Und die Freude ist doppelt groß, wenn ich mir vorstelle, was für einen Spaß es den Entwicklern bei Apple machen muss, sich solche Sachen auszudenken. Danke, Leute!

Putzig auch im übertragenen Sinne: einmal kräftig schütteln, und der Fehler verschwindet. Lächle, und zwei, drei Probleme sterben (Einhorn-Kalender 2022, studio-kokula.com).

„Einhörner lügen nicht! Sie erfinden die bessere Wahrheit.“ (ebd.)

“Do it for you and the energy will be right.” (juniqe.com) Yes, be honest and admit that you do it for you anyway, all for you, always, and that’s not a bad thing, but a good thing. That you, whatever this is or isn’t, are good and free to live what you want. 

„Sich frei machen, sowohl als auch“ (13. November 2021 im Was-wir-lieben-Kalender).

„Nach Perlen tauchen“ (21. August).

„Wenn die Tage zerfließen“ (irgendwann; das Datum ist tatsächlich nicht mehr auf dem Zettel drauf).

„Not-To-Do-Listen“ (12. Oktober).

„In Farben schwelgen“ (16. Oktober).

Ab und zu eine Zigarette rauchen. Nein, es schmeckt mir nicht, aber es hat so viele andere Vorzüge. Ja, es ist vielleicht ungesund, aber wer weiß das schon. Kann etwas, das man genießt, das zu Entspannung beiträgt, meditative Dimensionen erreicht und einen so anmutig sich kringelnden, bläulichen Rauch erzeugt, wirklich ungesund sein? Und wenn schon, es ist es dann wert.

Tage, an denen ich nur einmal kurz das Haus verlasse, um im Hof eine Zigarette zu rauchen und einen Glühwein zu trinken. Himmlisch!

Homie aus Leidenschaft. Fabelhaft!

„Mein ruhiges Leben in diesem kleinen Dorf ist alles, was ich jemals wirklich gewollt habe. Einen Großteil der Zeit ist es so friedlich, dass auch die höchsten Zustände von Glückseligkeit, die ich früher erlebt hatte, dem nicht gleichkommen. Aber trotzdem würde ich mich nicht als ‚erwacht‘ bezeichnen, und ob hier ein ‚Ich‘ ist oder nicht, ist mir völlig egal.“ (jemand im Buch Sein – sonst nichts von Nathan Gill) Hello, my friend :).

“I never said I want to be alone. I only said I want to be left alone.” (Greta Garbo) Yes, leave me alone, love me if you can. And maybe theyre one and the same. Closer than close, freer than free. Just the best.

“It’s okay to live a life that others don’t understand.” (auf einem Poster) And it’s okay to live a life that I myself don’t really understand. Is there anything to understand at all? Yes and no. Amazing.

“It’s your story. Wear it your way.” (Pandora-Werbung) 

Ein sonniger Herbsttag in Frankfurt. Auf dem Weg zum Bahnhof sitze ich am Main in der Sonne, genieße die Wärme und das Glitzern des Wassers. Neben mir sitzen zwei junge Frauen mit Babys. Ein Satz aus ihrem Gespräch dringt an mein Ohr: “Yes, life is good.” Ich lächele und gebe ihr sowas von recht. Und wundere mich darüber, wie ich das zuweilen vergessen kann, wie als wäre es zu gut, um wahr zu sein. Ist es das? Ich möchte es nicht glauben.

„Ich verstand es nicht, aber das war mir auch nicht wichtig, denn ich lebte es ja.“ (Jacques Lusseyran in Das wiedergefundene Licht)

„Ich glaube, er hatte in der Zeit seiner Gefangenschaft und in dem Leben danach etwas begriffen. Etwas unglaublich Wichtiges, das man nicht verstehen kann, ohne sich einmal in einer durch und durch passiven Lage befunden zu haben. Vermutlich lag darin der Grund, warum sein Blick wahrhaft durchscheinend war und warum sich von Zeit zu Zeit seine wundersame Intuition regte.“ (Banana Yoshimoto, Erinnerungen aus der Sackgasse)

Trau dich, im Meer des Lebens zu ertrinken. Es gibt nichts zu verlieren, nur alles zu gewinnen. Mehr und immer mehr ...

Das Wort immerdar.

Mittwoch, 24. November 2021

„… und schenkest mir voll ein“

„Ultras never surrender“
(Graffiti auf einer hessischen Bahnstrecke)

Ultraoptimisten auch nicht.
Wobei doch, sie ergeben sich ihrem Guten.

„Mein Glas ist immer dreiviertel voll oder läuft über“,
hörte ich neulich jemanden sagen.
Ja, mein Freund, oh ja ...


Donnerstag, 18. November 2021

Some people say you cannot feel happy and sad at the same time.
Yes, you can. (Picture from Pixabay)

Dienstag, 19. Oktober 2021

Geschehenlassen

Am Fenster steht ein herbstliches Arrangement in der Vase, aus Hagebuttenzweigen, schwarzen Beeren, Haselnuss, Efeu und einem Rosenzweig. Ganz spontan hat es sich ergeben, dass ich es beim Spazierengehen gepflückt habe. Es steht schon eine Weile und ist nicht mehr besonders ansehnlich. In meinem Kopf ging es schon ein-, zweimal hin und her: Wie schlampig, warum habe ich das nicht schon längst weggebracht? Keine Ahnung, ich mag es so, auch dieses Stadium. Nach zwei Tagen Abwesenheit entscheide ich heute, den Strauß rauszubringen, da sehe ich eine einzelne aufgegangene Rosenblüte. Inmitten von Vertrocknetem, zu Entsorgendem regt sich Vitalität und Schönheit. Ich bin entzückt und freue mich, dass ich den Strauß so lange habe stehenlassen, dass ich den langsamen Verfall und das neue Leben sehen durfte. Der Rosenzweig steht jetzt einzeln da und darf noch lange bleiben.

Donnerstag, 23. September 2021

„Schau, eins ist wichtig,
mein kleiner Liebling:
Wenn du überhaupt etwas tust,
probier’s mal mit Gemütlichkeit ...“

Oh, Mann, es lebe das Leben!

 🌞

Donnerstag, 2. September 2021

Erlaubt

Deine Vorlieben und Wünsche, welcher Art sie auch seien, sind Gott,
der/die/das dir sagt, schau, mein Herz, das habe ich für dich vor-
gesehen. Das hast du für dich ausgewählt in deinem bisherigen
Leben, auf die eine oder andere Art, bewusst oder unbe-
wusst. Bitte beleidige mich/dich nicht, indem du
glaubst, du könntest, solltest oder dürftest es
nicht sein, tun oder haben. Mach mir die
Ehre, mach mir die Freude, und
nimm es an. Ich will es für
dich. Ich will es für
mich, denn ich
bin du. 


Dienstag, 18. Mai 2021

Recht sein

Es macht heiter, zu wissen,
dass jeder recht hat
mit sich selbst.

(Luise Rinser)

Freitag, 7. Mai 2021

Miau

Katzentherapie in Corona-Zeiten?

„Hast du ein Problem, frag deine Katze um Rat.
Weiß sie keinen, ist es auch kein Problem.

(Unbekannt)



Donnerstag, 22. April 2021

Needs & desires

“Before you call, I have answered.” (Bible)

In fact, I made you call, and I answer you
I play the game as you
through you
with you
for you

You are me
I am you

2 in 1
1 as 2

👏

Donnerstag, 31. Dezember 2020

֎

Bild von Tomislav Jakupec auf Pixabay
 

„Denn das hier ist die Ewigkeit und nicht das Ende.“

(die Reggae-Künstlerin Koffee,
in einem H&M-Werbespot)

Und in der Ewigkeit ist
unendlich viel Platz
für alles, was sich
leben will, muss.

I take my “time
as “I like it
always
now.

........
......
.....
....
...
..

Sonntag, 22. März 2020

Lebensfreude


„Begeistere dich für das Leben.
Das bloße Gefühl, zu leben, ist Freude genug.“
(Emily Dickinson)


… und alle anderen Freiheiten und Freuden
kommen auch zurück, neu und frisch und vervielfältigt!
Sie sind gerade am Reifen, wie der Frühling:
Manches blüht und summt und singt schon,
anderes steht als Knospen in den Startlöchern,
und wieder anderes ist noch unsichtbar,
wie die Früchte, die zu ihrer Zeit geerntet werden können.
Alles ist gut, trotz allem, in allem, als alles.
Alles ist das eine Leben, die eine
Wirk-lichkeit.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Übergänge

Mal wieder: das Bedingungslose Grundeinkommen :). Das Thema hat einfach jedes befürwortende Wort verdient, das über es geschrieben und gesprochen wird. In den Verlorenen Gedanken, dem Newsletter von Christof Jauernig aus Frankfurt/Main, ist ein Gastbeitrag von mir zum BGE erschienen. Christof kündigte vor einigen Jahren seinen ihm unliebsam gewordenen Job als Analyst einer Unternehmensberatung für Banken und reiste mit dem Rucksack durch Südostasien – Zukunft ungewiss. Auf dieser Reise ließ er sich verzaubern von der Schönheit der Welt und des Seins. Er erzählt von seinen Erfahrungen und Wandlungen – virtuell in seinem Newsletter und vor allem live in seinen Lesungen, die er mit Bildern von der Reise und mit meditativen Klavierimprovisationen untermalt.

Die aktuelle Ausgabe der Verlorenen Gedanken steht unter dem Thema „Übergänge“. Das BGE sehe ich als einen solchen; als gesellschaftspolitische Brücke in ein neues Paradigma. Als eine soziale Innovation nach all den technischen Neuerungen, von denen die Menschheit in den letzten Jahrhunderten beschenkt oder auch heimgesucht wurde. Dabei lädt das BGE jede*n Einzelne*n von uns zu kleinen und großen Fragen ein – und vielleicht zu Übergängen verschiedenster Art. 

Kuang Si-Wasserfälle bei Luang Prabang, Laos (Christof Jauernig)

Zum Newsletter mit Christofs Schilderungen „aus der Schönheit der Zeitlosigkeit und mit meinem BGE-Beitrag geht es hier. Dort finden sich auch die kommenden Lesungstermine und -orte, an denen die Verlorenen Gedanken live erlebt werden können. Schwärmt aus, lauscht, schaut und lasst Euch inspirieren ...