Schauen und staunen ~ mit Stift und Kamera sehen ~ in das Spiel des Lebens hinein, aus ihm heraus, aus ihm herein ~ Worte, Bilder geschehen ~ mal ernst, mal leicht ~ Momentaufnahmen, die erzählen ~ von Schönem, Wunderlichem, Flüchtigem.
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Mittwoch, 7. Oktober 2020
Montag, 21. September 2020
Liebe lassen
„Amore = distanza“ (auf einem Schild in der „L’Osteria“ zu Corona-Zeiten)
Ti amo, distanza, nicht nur in Corona-Zeiten.
Samstag, 4. November 2017
Dominanz
Gibt es weibliche Alphatiere?
Ich glaube, heute traf ich eins
und wäre gern einfach davongehoppelt.
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Ich glaube, heute traf ich eins
und wäre gern einfach davongehoppelt.
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Donnerstag, 21. September 2017
Sinnlichkeit
Ein Parfum, das man lange nicht benutzt hat, erstmals wieder verwenden und intensiv seinen Duft wahrnehmen.
Weiche, reife Birnen.
Die ersten Kastanienigel auf der Straße.
Unverhofft einen Schirm dabeihaben, wenn es plötzlich regnet wie aus Eimern. Ins nächste Café flüchten, Tee trinken, der nicht schmeckt, aber immerhin im Trockenen sein. Durch die Scheiben dem Wolkenbruch zusehen.
Mit dem Motorroller durch riesige Pfützen fahren.
Jemand Fremdes treffen, kurz nett plaudern und wieder auseinandergehen.
In einem Trödelladen stöbern. All der Kram, das Schöne, der Kitsch.
Die herabhängenden Zweige eines Baums am Flussufer, die das fließende Wasser sanft berühren, wie zum Streicheln.
Das Federkleid von Staren. Wie samten und mit tausend Perlen bestickt.
Eine fremde Katze streicheln, von Kopf bis Fuß. Freudiges Staunen über ihr Vertrauen, ihre Hingabe.
Jeden Tag mehrmals am Pfirsichbaum neue Früchte einsammeln („Bäumchen, schüttel dich!“). Sobald genug zusammen sind, davon Marmelade kochen. Stolz und Wohlgefühl über Selbstgemachtes, das gelungen ist.
Anziehung mit einem Mann fühlen – und es dabei belassen.
Das Gluckern und Gurgeln der Heizung, wie als würde sie sich mühsam aus ihrem Sommerschlaf erheben. Das angenehme Gefühl, dass es warm im Zimmer wird, wohlig. Der Luxus, einfach einen Knauf an einem Gerät zu drehen, und schon kommt Wärme, jederzeit.
Polaroidfotos und andere Bilder zum Anfassen.
Haruki Murakamis Geschichten.
Eine mit dem Fuß zugeschubste Tür fällt gerade so und leise ins Schloss.
An einem drinnen verbummelten Tag gegen Abend noch kurz spazieren gehen und eine körperliche Freude darüber empfinden, es gemacht zu haben. Die kühle, würzige Luft einatmen, die Herbstfarben und die verschwindende Sonne aufsaugen.
Das dunkle Leuchten von Rotwein im Glas. Der Geschmack fruchtig, aber nicht zu süß.
Einen Film ohne Untertitel schauen, in einer Sprache, die man nicht versteht.
Eine Wärmflasche auf dem Bauch.
Heißer Apfelsaft mit Ingwer und Zimt.
Der Kopf sinkt ins weiche, weiße Kopfkissen, eingerahmt von langem Haar. Dieses wohlige Hier-und-so-ist-es-am-schönsten-Gefühl beim Einschlafen im eigenen Bett.
Weiche, reife Birnen.
Die ersten Kastanienigel auf der Straße.
Unverhofft einen Schirm dabeihaben, wenn es plötzlich regnet wie aus Eimern. Ins nächste Café flüchten, Tee trinken, der nicht schmeckt, aber immerhin im Trockenen sein. Durch die Scheiben dem Wolkenbruch zusehen.
Mit dem Motorroller durch riesige Pfützen fahren.
Jemand Fremdes treffen, kurz nett plaudern und wieder auseinandergehen.
In einem Trödelladen stöbern. All der Kram, das Schöne, der Kitsch.
Die herabhängenden Zweige eines Baums am Flussufer, die das fließende Wasser sanft berühren, wie zum Streicheln.
Das Federkleid von Staren. Wie samten und mit tausend Perlen bestickt.
Eine fremde Katze streicheln, von Kopf bis Fuß. Freudiges Staunen über ihr Vertrauen, ihre Hingabe.
Jeden Tag mehrmals am Pfirsichbaum neue Früchte einsammeln („Bäumchen, schüttel dich!“). Sobald genug zusammen sind, davon Marmelade kochen. Stolz und Wohlgefühl über Selbstgemachtes, das gelungen ist.
Anziehung mit einem Mann fühlen – und es dabei belassen.
Das Gluckern und Gurgeln der Heizung, wie als würde sie sich mühsam aus ihrem Sommerschlaf erheben. Das angenehme Gefühl, dass es warm im Zimmer wird, wohlig. Der Luxus, einfach einen Knauf an einem Gerät zu drehen, und schon kommt Wärme, jederzeit.
Polaroidfotos und andere Bilder zum Anfassen.
Haruki Murakamis Geschichten.
Eine mit dem Fuß zugeschubste Tür fällt gerade so und leise ins Schloss.
An einem drinnen verbummelten Tag gegen Abend noch kurz spazieren gehen und eine körperliche Freude darüber empfinden, es gemacht zu haben. Die kühle, würzige Luft einatmen, die Herbstfarben und die verschwindende Sonne aufsaugen.
Das dunkle Leuchten von Rotwein im Glas. Der Geschmack fruchtig, aber nicht zu süß.
Einen Film ohne Untertitel schauen, in einer Sprache, die man nicht versteht.
Eine Wärmflasche auf dem Bauch.
Heißer Apfelsaft mit Ingwer und Zimt.
Der Kopf sinkt ins weiche, weiße Kopfkissen, eingerahmt von langem Haar. Dieses wohlige Hier-und-so-ist-es-am-schönsten-Gefühl beim Einschlafen im eigenen Bett.
Donnerstag, 17. November 2016
Medianeras
Ein kleines Kunstwerk von einem Film.
Eine Meditation über die Großstadt, die Einsamkeit und die Liebe.
Wunderschön, ästhetisch, bezaubernd.
(Trailer mit dt. UT)
(Trailer mit dt. UT)
(ganzer Film, Spanisch)
Dienstag, 8. November 2016
Freitag, 8. Juli 2016
Samstag, 4. Juni 2016
Montag, 19. Januar 2015
Hin(ein)sehen
Ja, ich weiß
da ist im Grunde niemand
der mich lieben könnte
nur ich, alles ich
und in mir das ganze Leben
Und dennoch
gesehen werden möcht ich
in allen Facetten meines Mensch-Seins
auch wenn ich die doch selbst nicht kenne
und sie wechseln, jeden Moment
ich bin so vieles und doch so wenig
und auch alles andere
ahnungslos schaue ich dem zu
und fühle
jeder von uns ist alle Menschen
mal nah und vertraut und warm
dann wieder fremd und fern, cool und kühl
für immer ein Mysterium
Verstehen will ich's nicht
doch hinsehen, mit den Augen des Herzens
staunen und lieben, mich und den vermeintlich anderen
immer wieder.
da ist im Grunde niemand
der mich lieben könnte
nur ich, alles ich
und in mir das ganze Leben
Und dennoch
gesehen werden möcht ich
in allen Facetten meines Mensch-Seins
auch wenn ich die doch selbst nicht kenne
und sie wechseln, jeden Moment
ich bin so vieles und doch so wenig
und auch alles andere
ahnungslos schaue ich dem zu
und fühle
jeder von uns ist alle Menschen
mal nah und vertraut und warm
dann wieder fremd und fern, cool und kühl
für immer ein Mysterium
Verstehen will ich's nicht
doch hinsehen, mit den Augen des Herzens
staunen und lieben, mich und den vermeintlich anderen
immer wieder.
Donnerstag, 18. September 2014
Lebenslänglich eins
Ich
und ich
eine lebenslange Liebe
be yourself your friend
forever.
Ein Lied, ein schönes...
und ich
eine lebenslange Liebe
be yourself your friend
forever.
Ein Lied, ein schönes...
Seminarwochenende
Eine Tür geht auf
große Pforte in ein neues Reich
Was verbirgt sich dort?
Neue, unbekannte Landschaften
verschlungene Pfade
facettenreich lockend
ich gehe weiter
reise durch Welten
die noch im Halbschatten liegen
doch überall flackert schon
das Licht des Lebens
und sagt leise:
folge mir.
große Pforte in ein neues Reich
Was verbirgt sich dort?
Neue, unbekannte Landschaften
verschlungene Pfade
facettenreich lockend
ich gehe weiter
reise durch Welten
die noch im Halbschatten liegen
doch überall flackert schon
das Licht des Lebens
und sagt leise:
folge mir.
Montag, 4. August 2014
Immer begleitet
Engel
sind da
und doch nicht
still werden, vertrauen lernen
lauschen.
Danke für die zauberhafte Geschichte von Brigitte Werner über ihre Engelbegegnungen.
Übrigens: Dieses Gedicht ist ein Elfchen. Wunderschön, klein und zart wie eine Elfe (wie ein Engel :)). Und es heißt so, weil es elf Wörter hat. In der ersten Zeile steht ein Wort, in der zweiten zwei, in der dritten drei, in der vierten vier und in der letzten Zeile wieder ein Wort. Viel Freude beim Ausprobieren!
sind da
und doch nicht
still werden, vertrauen lernen
lauschen.
Danke für die zauberhafte Geschichte von Brigitte Werner über ihre Engelbegegnungen.
Übrigens: Dieses Gedicht ist ein Elfchen. Wunderschön, klein und zart wie eine Elfe (wie ein Engel :)). Und es heißt so, weil es elf Wörter hat. In der ersten Zeile steht ein Wort, in der zweiten zwei, in der dritten drei, in der vierten vier und in der letzten Zeile wieder ein Wort. Viel Freude beim Ausprobieren!
Montag, 21. Juli 2014
Love is all you need
"Dass Liebe die Welt regiert – eine uralte Utopie. In einem brasilianischen Werbespot wird sie für ein paar Sekunden Wirklichkeit. Südamerika: An der Supermarktkasse fallen die Kunden den Verkäuferinnen in die Arme. Europa: Passanten klopfen der Straßenmusikantin enthusiastisch auf die Schulter. Afrika: Ein Schuhputzer wird mit einem dicken Schmatz auf die Stirn entlohnt. Asien: Nach getaner Arbeit bekommt der Kofferträger eine Schultermassage spendiert, und die mollige Fischverkäuferin wird quer über die Auslage geherzt. Der Kameraschwenk über die Kontinente wird begleitet von kuscheligem Louis-Armstrong-Jazz. Die Pointe des Films: Wenn Liebe das Geld ersetzt, dann ist sie plötzlich da, die vollkommene Welt.
Könnte man ja eigentlich mal ausprobieren, sonntags vielleicht, wenn man sowieso nicht viel Geld ausgibt. Im Bus, an der Kinokasse, bei der Blumenverkäuferin oder im Restaurant. Nun sind aber Umarmungen, Küsse und andere körperliche Sympathiebekundungen nicht jedermanns Sache – vor allem nicht in Nordwestdeutschland. Für Spanier, Franzosen, Ukrainer oder Kroaten ist das schwer zu verstehen. Sie frösteln und fremdeln bei so viel Distanz, selbst im Hochsommer. Denn das Küsschen auf die Wange, das Herzen und Kosen, es wärmt und macht Freunde und lässt die Augen leuchten. Und überhaupt: froh macht es. Übrigens: Ein einziger Blick, so haben nichtrepräsentative Studien ergeben, kann so viel Wärme erzeugen wie 61 Prozent der deutschen Heizkraftwerke."
(Matthias Lemme)
Entdeckt im Buch „sonntags“ von Andere Zeiten
Übrigens: Dass Liebe die Welt regiert, ist keine Utopie – wenn wir sie leben. Und wir leben sie schon, tief drinnen, sonst wäre die Welt längst nicht mehr... Darf’s ein bisschen mehr sein? :)
Könnte man ja eigentlich mal ausprobieren, sonntags vielleicht, wenn man sowieso nicht viel Geld ausgibt. Im Bus, an der Kinokasse, bei der Blumenverkäuferin oder im Restaurant. Nun sind aber Umarmungen, Küsse und andere körperliche Sympathiebekundungen nicht jedermanns Sache – vor allem nicht in Nordwestdeutschland. Für Spanier, Franzosen, Ukrainer oder Kroaten ist das schwer zu verstehen. Sie frösteln und fremdeln bei so viel Distanz, selbst im Hochsommer. Denn das Küsschen auf die Wange, das Herzen und Kosen, es wärmt und macht Freunde und lässt die Augen leuchten. Und überhaupt: froh macht es. Übrigens: Ein einziger Blick, so haben nichtrepräsentative Studien ergeben, kann so viel Wärme erzeugen wie 61 Prozent der deutschen Heizkraftwerke."
(Matthias Lemme)
Entdeckt im Buch „sonntags“ von Andere Zeiten
Übrigens: Dass Liebe die Welt regiert, ist keine Utopie – wenn wir sie leben. Und wir leben sie schon, tief drinnen, sonst wäre die Welt längst nicht mehr... Darf’s ein bisschen mehr sein? :)
Sonntag, 22. Juni 2014
Verbeugung vor dem Leben
In tiefem Respekt
verneige ich mich vor Deinem Schicksal
und vor meinem eigenen
In gelassener Annahme
verneige ich mich vor Deiner Wahl
wie auch vor meiner
Ich verneige mich vor unseren Wegen
in liebendem Mitgefühl
mit Dir, mit mir
mit allem Leben.
verneige ich mich vor Deinem Schicksal
und vor meinem eigenen
In gelassener Annahme
verneige ich mich vor Deiner Wahl
wie auch vor meiner
Ich verneige mich vor unseren Wegen
in liebendem Mitgefühl
mit Dir, mit mir
mit allem Leben.
Sonntag, 1. Juni 2014
Gemeinsam schreiben
Stummes Fragen, weiser als jede kluge Antwort?
Warum ist stumm sein so weise?
Viele Worte sagen oft wenig.
Ist wenig nicht viel?
Viel zu wenig.
Wieso das?
Stille.
Ruhe. Worte. Innenschau. Begegnung. Spontan. Aus dem Moment. Geschehen lassen. Schauen. Und staunen.
Gemeinsam schreiben. Ein kleines Spiel für 2-6 Menschen:
Formuliere eine Erkenntnis in sieben Wörtern.
Die nächste Person formuliert dazu eine Frage in sechs Wörtern.
Daraufhin antwortet die andere oder eine weitere Person mit einem Satz in fünf Wörtern.
Nun folgt wieder eine Frage, in vier Wörtern.
Usw... (Antwort/Frage mit 3/2/1 Wörtern)
Warum ist stumm sein so weise?
Viele Worte sagen oft wenig.
Ist wenig nicht viel?
Viel zu wenig.
Wieso das?
Stille.
Ruhe. Worte. Innenschau. Begegnung. Spontan. Aus dem Moment. Geschehen lassen. Schauen. Und staunen.
Gemeinsam schreiben. Ein kleines Spiel für 2-6 Menschen:
Formuliere eine Erkenntnis in sieben Wörtern.
Die nächste Person formuliert dazu eine Frage in sechs Wörtern.
Daraufhin antwortet die andere oder eine weitere Person mit einem Satz in fünf Wörtern.
Nun folgt wieder eine Frage, in vier Wörtern.
Usw... (Antwort/Frage mit 3/2/1 Wörtern)
Sonntag, 18. Mai 2014
Ein neues Leben
Willkommen in dieser Welt
kleine Martha
Danke, dass Du da bist
einfach bist
dass Du erfreust mein Herz
verwandelst Deine Umgebung
erinnerst an das Wesentliche
alles in mir
wird still
Dein Atem, mein Atem
und nichts bleibt
außer Frieden und Liebe
Danke für das Geschenk, das Du bist, kleine Nichte
Segen Deinem ganzen Sein, Deinem Wachsen, all Deinen Wegen.
kleine Martha
Danke, dass Du da bist
einfach bist
dass Du erfreust mein Herz
verwandelst Deine Umgebung
erinnerst an das Wesentliche
alles in mir
wird still
Dein Atem, mein Atem
und nichts bleibt
außer Frieden und Liebe
Danke für das Geschenk, das Du bist, kleine Nichte
Segen Deinem ganzen Sein, Deinem Wachsen, all Deinen Wegen.
Dienstag, 28. Januar 2014
Außer Sicht
Wir stehen alle an verschiedenen Punkten
die manchmal schweben, nebeneinander
sich treffen ganz nah, auf Augenhöhe
und doch nur selten verschmelzen zu einem
die Entfernungen ändern sich ständig
oft fliegen wir aneinander vorbei
ein Stück des Weges zusammen
dann wieder winken wir uns zu, von fern
und manchmal ist für alles der Weg zu weit.
die manchmal schweben, nebeneinander
sich treffen ganz nah, auf Augenhöhe
und doch nur selten verschmelzen zu einem
die Entfernungen ändern sich ständig
oft fliegen wir aneinander vorbei
ein Stück des Weges zusammen
dann wieder winken wir uns zu, von fern
und manchmal ist für alles der Weg zu weit.
Sonntag, 3. November 2013
Lebenszeichen :)
Regen wirbelt vor der Scheibe
im Hintergrund stoisches Lächeln
ein bärtiger Einäugiger
streckt mir kess die Zunge heraus -
und das zweite Auge zwinkert mir zu.
im Hintergrund stoisches Lächeln
ein bärtiger Einäugiger
streckt mir kess die Zunge heraus -
und das zweite Auge zwinkert mir zu.
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