Seiten

Posts mit dem Label Begegnung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Begegnung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Montag, 21. September 2020

Liebe lassen

„Amore = distanza“ (auf einem Schild in der L’Osteria zu Corona-Zeiten)

Ti amo, distanza, nicht nur in Corona-Zeiten. 

Samstag, 4. November 2017

Dominanz

Gibt es weibliche Alphatiere? 
Ich glaube, heute traf ich eins
und wäre gern einfach davongehoppelt.


    * *
 * *
 * *
   * *
      * *
    * *
 * *

Donnerstag, 21. September 2017

Sinnlichkeit

Ein Parfum, das man lange nicht benutzt hat, erstmals wieder verwenden und intensiv seinen Duft wahrnehmen.

Weiche, reife Birnen.

Die ersten Kastanienigel auf der Straße.

Unverhofft einen Schirm dabeihaben, wenn es plötzlich regnet wie aus Eimern. Ins nächste Café flüchten, Tee trinken, der nicht schmeckt, aber immerhin im Trockenen sein. Durch die Scheiben dem Wolkenbruch zusehen.

Mit dem Motorroller durch riesige Pfützen fahren.

Jemand Fremdes treffen, kurz nett plaudern und wieder auseinandergehen.


In einem Trödelladen stöbern. All der Kram, das Schöne, der Kitsch.

Die herabhängenden Zweige eines Baums am Flussufer, die das fließende Wasser sanft berühren, wie zum Streicheln.

Das Federkleid von Staren. Wie samten und mit tausend Perlen bestickt.

Eine fremde Katze streicheln, von Kopf bis Fuß. Freudiges Staunen über ihr Vertrauen, ihre Hingabe.

Jeden Tag mehrmals am Pfirsichbaum neue Früchte einsammeln („Bäumchen, schüttel dich!“). Sobald genug zusammen sind, davon Marmelade kochen. Stolz und Wohlgefühl über Selbstgemachtes, das gelungen ist.

Anziehung mit einem Mann fühlen – und es dabei belassen.

Das Gluckern und Gurgeln der Heizung, wie als würde sie sich mühsam aus ihrem Sommerschlaf erheben. Das angenehme Gefühl, dass es warm im Zimmer wird, wohlig. Der Luxus, einfach einen Knauf an einem Gerät zu drehen, und schon kommt Wärme, jederzeit.

Polaroidfotos und andere Bilder zum Anfassen.

Haruki Murakamis Geschichten.

Eine mit dem Fuß zugeschubste Tür fällt gerade so und leise ins Schloss.

An einem drinnen verbummelten Tag gegen Abend noch kurz spazieren gehen und eine körperliche Freude darüber empfinden, es gemacht zu haben. Die kühle, würzige Luft einatmen, die Herbstfarben und die verschwindende Sonne aufsaugen.


Das dunkle Leuchten von Rotwein im Glas. Der Geschmack fruchtig, aber nicht zu süß.

Einen Film ohne Untertitel schauen, in einer Sprache, die man nicht versteht.

Eine Wärmflasche auf dem Bauch.

Heißer Apfelsaft mit Ingwer und Zimt.

Der Kopf sinkt ins weiche, weiße Kopfkissen, eingerahmt von langem Haar. Dieses wohlige Hier-und-so-ist-es-am-schönsten-Gefühl beim Einschlafen im eigenen Bett.

Donnerstag, 17. November 2016

Medianeras

Ein kleines Kunstwerk von einem Film. 
Eine Meditation über die Großstadt, die Einsamkeit und die Liebe. 
Wunderschön, ästhetisch, bezaubernd.





(Trailer mit dt. UT)


 

(ganzer Film, Spanisch)

Dienstag, 8. November 2016

Freitag, 8. Juli 2016

Wörtlich

Es ist nichts
sagte sie
und meinte es auch so.

Tragisch?

Sich verständlich machen
verstehen
im Großen und Ganzen unmöglich.

Samstag, 4. Juni 2016

Montag, 19. Januar 2015

Hin(ein)sehen

Ja, ich weiß
da ist im Grunde niemand
der mich lieben könnte
nur ich, alles ich
und in mir das ganze Leben
Und dennoch
gesehen werden möcht ich
in allen Facetten meines Mensch-Seins
auch wenn ich die doch selbst nicht kenne
und sie wechseln, jeden Moment
ich bin so vieles und doch so wenig
und auch alles andere
ahnungslos schaue ich dem zu

und fühle
jeder von uns ist alle Menschen
mal nah und vertraut und warm
dann wieder fremd und fern, cool und kühl
für immer ein Mysterium
Verstehen will ich's nicht
doch hinsehen, mit den Augen des Herzens
staunen und lieben, mich und den vermeintlich anderen
immer wieder.

Donnerstag, 18. September 2014

Lebenslänglich eins

Ich
und ich
eine lebenslange Liebe
be yourself your friend
forever.

Ein Lied, ein schönes...

Seminarwochenende

Eine Tür geht auf
große Pforte in ein neues Reich
Was verbirgt sich dort?
Neue, unbekannte Landschaften
verschlungene Pfade
facettenreich lockend
ich gehe weiter
reise durch Welten
die noch im Halbschatten liegen
doch überall flackert schon
das Licht des Lebens
und sagt leise:
folge mir.

Montag, 4. August 2014

Immer begleitet

Engel
sind da
und doch nicht
still werden, vertrauen lernen
lauschen.



Danke für die zauberhafte Geschichte von Brigitte Werner über ihre Engelbegegnungen. 
 
Übrigens: Dieses Gedicht ist ein Elfchen. Wunderschön, klein und zart wie eine Elfe (wie ein Engel :)). Und es heißt so, weil es elf Wörter hat. In der ersten Zeile steht ein Wort, in der zweiten zwei, in der dritten drei, in der vierten vier und in der letzten Zeile wieder ein Wort. Viel Freude beim Ausprobieren!

Montag, 21. Juli 2014

Love is all you need

"Dass Liebe die Welt regiert – eine uralte Utopie. In einem brasilianischen Werbespot wird sie für ein paar Sekunden Wirklichkeit. Südamerika: An der Supermarktkasse fallen die Kunden den Verkäuferinnen in die Arme. Europa: Passanten klopfen der Straßenmusikantin enthusiastisch auf die Schulter. Afrika: Ein Schuhputzer wird mit einem dicken Schmatz auf die Stirn entlohnt. Asien: Nach getaner Arbeit bekommt der Kofferträger eine Schultermassage spendiert, und die mollige Fischverkäuferin wird quer über die Auslage geherzt. Der Kameraschwenk über die Kontinente wird begleitet von kuscheligem Louis-Armstrong-Jazz. Die Pointe des Films: Wenn Liebe das Geld ersetzt, dann ist sie plötzlich da, die vollkommene Welt.
Könnte man ja eigentlich mal ausprobieren, sonntags vielleicht, wenn man sowieso nicht viel Geld ausgibt. Im Bus, an der Kinokasse, bei der Blumenverkäuferin oder im Restaurant. Nun sind aber Umarmungen, Küsse und andere körperliche Sympathiebekundungen nicht jedermanns Sache – vor allem nicht in Nordwestdeutschland. Für Spanier, Franzosen, Ukrainer oder Kroaten ist das schwer zu verstehen. Sie frösteln und fremdeln bei so viel Distanz, selbst im Hochsommer. Denn das Küsschen auf die Wange, das Herzen und Kosen, es wärmt und macht Freunde und lässt die Augen leuchten. Und überhaupt: froh macht es. Übrigens: Ein einziger Blick, so haben nichtrepräsentative Studien ergeben, kann so viel Wärme erzeugen wie 61 Prozent der deutschen Heizkraftwerke."
(Matthias Lemme)


Entdeckt im Buch „sonntags“ von Andere Zeiten

Übrigens: Dass Liebe die Welt regiert, ist keine Utopie – wenn wir sie leben. Und wir leben sie schon, tief drinnen, sonst wäre die Welt längst nicht mehr... Darf’s ein bisschen mehr sein? :)

Sonntag, 22. Juni 2014

Verbeugung vor dem Leben

In tiefem Respekt
verneige ich mich vor Deinem Schicksal
und vor meinem eigenen

In gelassener Annahme
verneige ich mich vor Deiner Wahl
wie auch vor meiner

Ich verneige mich vor unseren Wegen
in liebendem Mitgefühl
mit Dir, mit mir
mit allem Leben.

Sonntag, 1. Juni 2014

Baustelle

Begegnung
Nett sein
Angst vor Ablehnung
Raum für neue Verbindung
Wagnis.

Gemeinsam schreiben

Stummes Fragen, weiser als jede kluge Antwort?
Warum ist stumm sein so weise?
Viele Worte sagen oft wenig.
Ist wenig nicht viel?
Viel zu wenig.
Wieso das?
Stille.



Ruhe. Worte. Innenschau. Begegnung. Spontan. Aus dem Moment. Geschehen lassen. Schauen. Und staunen.

Gemeinsam schreiben. Ein kleines Spiel für 2-6 Menschen:
Formuliere eine Erkenntnis in sieben Wörtern.
Die nächste Person formuliert dazu eine Frage in sechs Wörtern.
Daraufhin antwortet die andere oder eine weitere Person mit einem Satz in fünf Wörtern.

Nun folgt wieder eine Frage, in vier Wörtern.
Usw... (Antwort/Frage mit 3/2/1 Wörtern)

Sonntag, 18. Mai 2014

Ein neues Leben

Willkommen in dieser Welt
kleine Martha

Danke, dass Du da bist
einfach bist
dass Du erfreust mein Herz
verwandelst Deine Umgebung
erinnerst an das Wesentliche
alles in mir
wird still
Dein Atem, mein Atem
und nichts bleibt
außer Frieden und Liebe

Danke für das Geschenk, das Du bist, kleine Nichte
Segen Deinem ganzen Sein, Deinem Wachsen, all Deinen Wegen.


Dienstag, 28. Januar 2014

Außer Sicht

Wir stehen alle an verschiedenen Punkten
die manchmal schweben, nebeneinander
sich treffen ganz nah, auf Augenhöhe
und doch nur selten verschmelzen zu einem
die Entfernungen ändern sich ständig

oft fliegen wir aneinander vorbei
ein Stück des Weges zusammen
dann wieder winken wir uns zu, von fern
und manchmal ist für alles der Weg zu weit.

Sonntag, 3. November 2013

Lebenszeichen :)

Regen wirbelt vor der Scheibe
im Hintergrund stoisches Lächeln
ein bärtiger Einäugiger
streckt mir kess die Zunge heraus -
und das zweite Auge zwinkert mir zu.