Seiten

Posts mit dem Label Meditation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Meditation werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 6. Juli 2022

No clue (needed)

“Sometimes you have to lose your path completely, sometimes you just have to not know what your path is, have no clue anymore what your path is. Maybe sometimes that’s the path, that’s the next step … to not know what the next step will be … to not know where the hell your life is gonna take you. The path of the moment.” (Jeff Foster, From Depression to Awakening)

“Were coming back to our raw, moment-to-moment experience, and were remembering that we only ever have to deal with this moment. Life is never bigger than this moment. ... Sometimes life can seem so overwhelming, and were caught up in the past or future, and we forget that there is only now.” (Jeff Foster, Mindfulness Meditation for Stress)

Montag, 14. März 2022

🌚

 

 
„Nachtstadt. Alle eilen nach der Arbeit nach Hause. Blinklichter von Ampeln, Scheinwerfer von Autos. Niemand bemerkt dich. Weil du in einer anderen Dimension bist. Du bist gleichzeitig hier und nicht hier. Du bist außerhalb der Zeit, außerhalb des Raums.“
(Kommentar von Roll1and)

Wo ist mein Platz in dieser Welt? Brauche ich einen? Will ich einen? Gibt es einen? Was ist diese Welt? Was soll sie sein, für mich?

Donnerstag, 27. Januar 2022

Freitag, 21. August 2020

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Geschäft zum Weihnachtsfest

Was soll das heißen, die Wörter sind aus?
Dass es keine mehr gibt. Sie sind alle weg.
Wie, alle? Wollen Sie damit sagen, dass …
– Genau das. Keins mehr da. Wobei, ein paar Restexemplare hätte ich noch, die haben aber Mängel. Sie würden vielleicht noch ein Gedicht ergeben, ein dadaistisches oder so.
Ein Gedicht aus Mangelware, so ein Unsinn! Ich hätte ganze Balladen, Debatten und Monologe gebraucht, pralle, süße Worte, etwas richtig Triefendes, verstehen Sie? Und auch reichlich Geschwätz und Phrasen, zur Untermalung, als Pausenfüller und so.

– Tja, da kann man nichts machen, die sind alle längst verkauft.
Das glaube ich einfach nicht! Um diese Zeit schon?? Dabei habe ich mich extra früh aufgemacht … Hätten Sie nicht wenigstens noch ein bisschen B-Ware da? Lästerei, Heuchelei, Lügen oder so etwas in der Art?
– B-Ware!? Also, ich weiß ja nicht. Die waren jedenfalls mit als Erste weg, zusammen mit dem Gezeter und Gebrüll, eigentlich noch vor dem Süßholz, wenn ich mich recht entsinne. Sogar die tiefgehenden und einfühlsamen Gespräche sind alle weg. Ich kann es selbst kaum glauben.
Machen Sie Witze? Und nun!? Soll ich etwa zum Fest ohne all das auskommen? Was bliebe denn dann noch? Können Sie mir nicht etwas aus Ihrem Privatkontingent verkaufen? Sie haben doch bestimmt was für sich selbst zurückbehalten? Ich zahle Ihnen auch den doppelten Preis!
– Tut mir leid, da ist nichts zu machen. Ich gebe zu, ich hatte etwas für mich abgeknapst, aber gestern kam ein Herr, der mir diesen Vorrat quasi unter der Ladentheke hervorgezerrt hat. Gierig hat er sich darüber hergemacht, hat sich die Wörter wie ein Verhungernder in Mund und Taschen gestopft, bis zum letzten Buchstabenkrümel.
Soll das heißen, Sie werden selbst auch nichts haben, bis zum Jahresende?

– So ist es. Neue Ware kommt erst im neuen Jahr und auch nur, wenn kein Schnee den Transport verhindert. Ich werde mich wohl an die Mängelexemplare und den Ladenhüter halten müssen.
Welcher Ladenhüter? Heißt das, es gibt doch noch etwas?
– Naja, Ladenhüter ist vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt. Kleine Mengen davon werden immer mal nachgefragt, manchmal auch größere, das kommt auf die Kundschaft an. Alles in allem ist es aber eher ein Nischenprodukt. Und auch nicht wirklich greifbar, müssen Sie wissen.
Nicht greifbar, wie meinen Sie denn das? Ist es eine Online-Version oder wie?
– Bewahre, nein, dann wäre sie ja längst ausverkauft. Es ist etwas anderes. Eigentlich ist es nichts.
Nichts?
– Naja, zumindest ist es nicht sehr auffällig und auch nicht redselig. Hier, schauen Sie, in dieser kleinen Box bewahre ich es auf. Es füllt sich immer von selbst auf, wenn ich mal etwas davon verkauft habe. Es ist unerschöpflich und sehr unverbraucht.
Darf ich mal sehen?
– Ja, schauen Sie nur. Es gibt aber nichts zu sehen.
Was steht denn auf dem Schild da? Lassen Sie mal sehen … Stille.
– Genau, so heißt es – Stille. Etwas anwenderorientierter könnte man auch sagen „Schweigen“ oder „Nicht sprechen“. Wirklich ein kleines Juwel, wenn ich’s mir recht bedenke. Eigentlich sollte ich dem aufgebrachten Herrn von gestern fast dankbar sein, dass er mir meinen Wörterrest entrissen hat. Es gibt ja noch die Stille, ich hatte sie selbst fast vergessen. Wie gut, dass Sie gekommen sind.
Na, was daran gut sein soll, dass uns nur noch das bleibt …
– Versuchen Sie es mal, es ist wirklich köstlich. Ich erinnere mich jetzt wieder … Und ganz hervorragend geeignet für die unterschiedlichsten Gelegenheiten. Zum großen Fest und zum Jahresende ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Oder ganz besonders passend, kommt darauf an, wie man es sieht.
Meinen Sie wirklich?
– Ja, ich meine es völlig ernst. Nehmen Sie vielleicht erstmal ein bisschen mit, zum Probieren. Es ist auch sehr günstig, schauen Sie: Es kostet nichts, ist aber sehr wertvoll.
Na, wenn das so ist. Völlig gratis, sagen Sie? Gut, ich nehme es, aber wirklich nur eine kleine Portion. Nachschub kann ich mir ja immer noch holen. Haben Sie auch an den Feiertagen geöffnet?
– Ich bitte Sie. Aber ich sagte ja, es erneuert sich gewissermaßen von selbst. Und da Sie sowieso keine Wörter im Haus haben werden, wird es sich auch langsamer verbrauchen. Ich packe es Ihnen in diese kleine Schachtel hier, und Sie werden sehen, sobald Sie etwas entnehmen, ist die Menge nach kurzer Zeit wieder aufgefüllt.
Das klingt ja sehr geheimnisvoll, fast wie Zauberei.
– Ja, ein wenig scheint es so zu sein. Hier haben Sie es, sogar mit Schleife. Eine besondere Stimmung und ein vorzügliches Geschenk. Viel Freude damit.
Na, dann, ich bin gespannt. Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 23. November 2016

Paterson

Ein Film, der selbst Poesie ist, erzählt vom Gedichteschreiben, 
vom Ungewöhnlichen im Gewöhnlichen,
von der Schönheit des Alltäglichen und Unaufgeregten.


Donnerstag, 17. November 2016

Medianeras

Ein kleines Kunstwerk von einem Film. 
Eine Meditation über die Großstadt, die Einsamkeit und die Liebe. 
Wunderschön, ästhetisch, bezaubernd.





(Trailer mit dt. UT)


 

(ganzer Film, Spanisch)

Sonntag, 4. Oktober 2015

Genuss

Die kleinsten Geräusche, so köstlich und lustvoll. Ja, lustvoll ist ein gutes Wort. Nicht körperlich, sondern ganz einfach als Lebenslust. Die Lust des Lebens, sich zu leben. Ein Gegenstand, der abgestellt wird, das Klirren eines Steins in der Karaffe, der Löffel, der an den Tassenboden stößt, die knarzenden Holzdielen, ... Ständig sind da diese kleinen, unscheinbaren Töne, die aus der hörbaren Stille kommen und auf die große Stille hinweisen. Durch ihr Erscheinen im Vordergrund offenbart sich auch der Hintergrund, vor dem alles erscheint und wieder verklingt, ohne Unterlass...

Es ist, wie Kafka schrieb: "Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Haus gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden."

Mittwoch, 30. September 2015

Nicht(s)tun

Nicht „ich“ lebe „mein“ Leben
das Leben lebt „mich“
nicht mal das
es lebt sich, immer nur sich

Und so gibt es nichts zu tun
alles geschieht bloß
und doch gibt es das zu tun
was gerade geschieht

Es kann nicht nichts (Nichts) geschehen
Nichts geschieht immer
aber es ist nichts (no-thing)
Nichts ist da, Nichts ist abwesend
weder noch, sowohl als auch

Nicht zu verstehen
und doch scheint es als das einzig Vernünftige
wahrlich, ich weiß nicht, was dann bleibt
wenn ich diesen Weg gehe
der sich eines Tages als Nicht-Weg erweisen soll
und doch weiß ich es, manchmal, irgendwie
man kann es nicht nicht wissen
denn es ist da, immer, einfach, klar
wie geht es, dass ich es sehe und doch nicht?

Donnerstag, 18. September 2014

Seminarwochenende

Eine Tür geht auf
große Pforte in ein neues Reich
Was verbirgt sich dort?
Neue, unbekannte Landschaften
verschlungene Pfade
facettenreich lockend
ich gehe weiter
reise durch Welten
die noch im Halbschatten liegen
doch überall flackert schon
das Licht des Lebens
und sagt leise:
folge mir.

Freitag, 18. Oktober 2013

Stille

Farben leuchten
Blätter summen
herbstzeitlos.


Sonntag, 4. August 2013

Weniger ist mehr

Vollgestopft sind wir
randvoll mit Ängsten
Zweifeln, Glaubenssätzen
oder aber mit Wissen
angelesener Weisheit
Hilfestellung zum Erwachen
Gedankenfutter aus zweiter Hand
das es nicht schafft zu Gefühlsnahrung zu werden

Wir müssen nichts hinzufügen
brauchen keine neue Nahrung
lasst uns etwas wegtun
ein Abführmittel einnehmen
das auflöst unsere vollen Köpfe
und freilegt das
was wir seit jeher in uns tragen
unsere eigene Weisheit

Die Stille
weltbestes Wundermittel.



Montag, 29. Juli 2013

Kloster Gerode

Ein Park, der leuchtet
grün und bunt
der rauscht
frisch und sanft
der plätschert
fröhlich und klar
der klingt
von Vögeln, von Hummeln
vom Wind
Nadabrahma –
die Welt ist Klang
wir singen und klingen
und tun es ihr gleich

Häuser, die leuchten
hell und klar
und schwingen
von denen
die in ihnen leben
von allen
die dort sind und lernen

Essen, traumhaft köstlich
das nährt
den Körper
Begegnungen, die nähren
den Geist
und berühren das Herz
Stille, die nährt
die Seele

Und alles als Ganzes
das schwingt
in einem ewigen Om
uns einhüllt
in das große Ganze
und uns hilft
selbst mittig zu werden
stimmig und ganz
Danke.



Sonntag, 14. Juli 2013

Geschenk der Stille

Ich sitze still auf einem Stein
wie ein Stein?
Ein Rascheln in den Büschen
es hüpft heran
ein Eichhörnchen
um sich ein Leckerli zu holen
findet sogleich eins
und mümmelt’s seelenruhig
in meiner Nachbarschaft
leckt sich die Finger zum Abschluss
hopst an mir vorbei
und davon
Tschüss, war schön mit dir!



Mittwoch, 12. Juni 2013

Klangreise

Klänge und Schwingungen
tragen mich auf eine Insel
und zu mir
Ich kehre zurück
in der Hand das Geschenk einer alten Frau
Selbstvertrauen.

Dienstag, 4. Juni 2013

Osho über Haikus



One full moon;
Stars numberless; the sky
Dark green.
(Anon)


These are not ordinary poems; these are expressions of deep meditation.

Sonntag, 2. Juni 2013

(Auf-)Lösung

Summend schwinge ich mich ein
und hinauf in andere Sphären       
fühle die Schwingung in meinem Körper 
bevor er schwer wird
und doch leicht zugleich
Vibriert, löst sich auf
alle Glieder werden eins
miteinander und mit der Umgebung
dem Kissen, auf dem ich sitze
dem Teppich, auf dem meine Beine ruhen
und mit der Luft, die mich umgibt
mit allem
eine gemeinsame Energie
Nadabrahma – die Welt ist Klang
so fühlt es sich also an, wenn auch der Körper im Einklang ist
von der Materie zur Wahrnehmung dessen, was sie wirklich ist
Energie, die sich konzentriert und ausdehnt, sich auflöst
Ich glaub, ich bin nicht mehr ganz dicht.


Schnarchkonzert in C-Dur

Die Freude mit in die Stille nehmen
Allegro, crescendo, fortissimo
Kundalini vierte Phase.


Kopf durch die Hintertür

Spirituelle Diskussionen am Schweigetisch
Ideen laufen Endlosschleifen zwischen Kopf und Herz
tarnen sich
Meinungen
Menschen immer auf einem Standpunkt
Gott steht auf allen Punkten
keine Diskussion
das Herz kennt keine Kontroverse
es schwimmt in einem klaren See
Die Sonne scheint heute nicht
trüber Himmel, trüber Kopf?


Clown im Raum

Du hast eine Banane am Arsch
und Tücher in der Kühltasche
Jacke falschrum
falsch-richtig-anders
Regeln brechen
bunt werden.