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Samstag, 11. Mai 2019

Lebensliebe

Ein verregneter Samstagmorgen
Tropfen klimpern und glitzern
dazu ein paar Vogelrufe.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Dienstag, 9. April 2019

Freitag, 29. März 2019

Mittwoch, 13. März 2019

Ohne mich?

Das Leben ist einfach
wenn ich nicht dabei bin.

In zwei Lesarten:
Das Leben ist einfach und
das Leben ist einfach
(und ist nicht – es erschafft und zerstört sich mit jedem Atemzug).

Bin ich scheinbar da, komplizieren sich die Dinge

verengen sich bis zur (gedanklichen) Unerträglichkeit
und jede Kosmetik ist letztlich zum Scheitern verurteilt.

Und doch ist da kein echter Unterschied
Ich und Ichlosigkeit sind eins

sind das Leben in Aktion
das Eine als Zwei

nur das ist.

Gott schuf die Welt
und er sah, dass es gut war.

Das Leben erschafft sich stets neu
und es ist (nicht).


Wie sollte es auch anders sein?

Freitag, 1. März 2019

Farben

Ich mag es, dass es so unendlich viele Farbtöne gibt auf der Welt. Dass die Frage auftaucht,
welches Wort wohl für diesen passen würde (Salbei?). Und dass es egal ist. Schön ist's einfach.

Montag, 11. Februar 2019

Alles ist rund

„Die nächsten Tempel bringen die nächsten Rätsel. Zwei Fenster öffnen sich im Genko-an zu dem pittoresken Garten, in dessen Mitte ein Ahornbaum seine Blätter fallen lässt. Das eine ist kreisrund und heißt ‚Fenster der Erleuchtung. Das andere ist rechteckig und heißt Fenster der Verwirrung. Vor dem runden sitzen die Japaner und machen Selfies. Ich hocke allein vor dem Fenster der Verwirrung und versuche vergeblich, den Unterschied zum Ausblick aus dem benachbarten Bullauge zu erkennen.“

(Kalle Harberg in einem Text über Kyoto in der Zeitschrift MERIAN Japan)

😄

That’s it! Kein wirklicher Unterschied. Keine Erleuchtung und keine Verwirrung. Da ist einfach das, was auf der Bildfläche erscheint, sei es rund oder eckig oder wie auch immer eingefasst. Einzig die Annahme eines Rahmens oder einer bestimmten Rahmenform ist, was dieses Erkennen“ zu verhindern scheint. So oder so, es ist alles, und alles ist es – das eine Lebensspiel.

Montag, 28. Januar 2019

Dienstag, 22. Januar 2019

Szenen

Vor dem Café, in dem ich sitze, hängt ein Zigarettenautomat. Ein junger Mann in Jogginghose kämpft mit ihm, das Geldstück scheint durchzufallen, er reibt es an einer Stelle aus Metall, wieder und wieder, murmelt etwas zu dem Automaten, scheint genervt. Schließlich gibt er auf und eilt davon.

Die Schürze der Kellnerin wird am Rücken mit einem x-förmigen Lederriemen zusammengehalten. Es sieht aus wie ein Halfter.

Der Mann am Nebentisch, der ohne Pause telefoniert und textet, spricht eine Sprache, die fremd für mich klingt. Vielleicht ist es Hebräisch. 

Im Haus gegenüber öffnet sich ein Fenster. Eine Frau in Putzmontur schüttelt einen Badvorleger aus.

Auf der kleinen Glaskanne, in der mein Kaffee war, steht als Maßangabe „approx 500. Wie sympathisch, diese hingenommene Unschärfe.

Die vorbeifahrende Straßenbahn preist Faceliftings, Faltentherapien, Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen an. Es folgt eine Bahn ganz ohne Werbeaufdruck.

Eine kleine Plastiktüte weht über die Straße.

Auf einem Gehweg stehen zwei Mädchen vor einem dieser schäbigen Kaugummi- und Flummiautomaten. Er wirkt wie aus der Zeit gefallen, doch es gibt ihn offensichtlich noch, und er wird sogar genutzt.

Ein vorbeifliegender Taubenschwarm wirft einen Schatten auf eine Hauswand.

Ein Mann auf einem Fahrrad wirft mir eine Kusshand zu. Ich lache und deute innerlich eine Verbeugung an.

Diese kleinen alltäglichen Szenen (und die endlosen Geschichtchen, die sich darum spinnen lassen) – wie fein, bezaubernd, lebendig sie sind! Wir brauchen uns nicht zu bewegen, wir sind die Welt. Alles fällt vom Himmel, uns in den Schoß.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Morgenmusik 🐦

Heute Morgen: Eine Kohlmeise ruft schon mal den Frühling herbei. Jedenfalls klingt es für mich immer so, dieses charakteristische Tütü-tütü-tütü-tütü, das jetzt, mitten im Winter, manchmal schon zu hören ist.

Dienstag, 1. Januar 2019

Frohes neues Jahr

Pixabay, Creative Commons ... danke ♡

„Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen.

Du wirst es erkennen
an seinem Ernste.


(aus einem Gedicht von R. M. Rilke)


Deshalb und sowieso und überhaupt: 

Drei Wörterwünsche & ein schönes Leben 2019!


Debonair: lässig-elegant, höflich, sorglos, gefällig
 
Frivol: leichtfertig, bedenkenlos

Naiv: kindlich-unbefangen, arglos,
in vollem Einklang mit Natur und Wirklichkeit stehend

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Morgenmond

Morgenmond vor Himmelblau
nach Tagen voller Regengrau.


Montag, 24. Dezember 2018

Frohe Weihnachten

!
!!!
!!!!!!
!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!

 Wieder einmal stille Nacht
die heiligen Tage
an der Zahl
365.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Leben ❤

Ich bin kein Parcours
den es fehlerfrei zu absolvieren gilt
ich bin keine Linie, der zu folgen wäre
um anzukommen bei so etwas wie einem Ziel
bin auch kein Kreis der ewigen Wiederkehr
ich bin einfach der Fall
der freie Fall.

.
.
.

Ich bin das Leben und der Tod und alles und nichts
ein offenes Geheimnis, ein pures Geschehen
einfach ein buntes Spiel der Bilder.

Immer genau das hier 
alles inklusive
wow.

Lebensspiel

Im a play
pretending to be a game
woohoo :).


Danke für den Creative-Commons-Bilderschatz auf Pixabay.